Damit ist jetzt schluss, ich melde mich wieder zu Wort. Diesmal aus einem sehr interessanten Ort, geographisch gesehen, denn ich bin mir (fast) sicher, dass ich den Punkt meiner Reise erreicht habe, bei dem ich am weitesten von Fraubrunnen (der Heimat) entfernt bin. Laut Google Maps ist dies genau 18568.3 km
Dies bedeutet, dass von Samstag an, befinde ich mich sozusagen auf der Rueckreise! Zudem ist noch interessant das ich gar nicht weiter weg gehen kann, denn wuerde man ein Loch in Fraubrunnen graben kaeme man ein wenig oestlich, aber etwa auf derselben Hoehe wie Stewart Island (Die Insel unterhalb von Neuseeland, wo ich jetzt bin) raus. Und dort ist ja nichts als Wasser, was will man also dort!?
Nun gut, jetzt bin ich also da auf Stewart Island, die Frage ist aber warum? Eine Frage die ich leider selbst auch nicht wirklich beantworten kann, denn das Wetter ist schlecht. Viel Regen und viel Kaelte und meine Wanderkarierre habe ich auch mehr oder weniger aufgegeben. Die letzte Woche hatte ich mich noch in Te Anau rumgetrieben von wo aus ich eine weitere dreitages Wanderung gemacht habe. Dabei musste ich leider feststellen, dass ich wohl doch nicht fuers laufen geboren bin. Schon als ich am Anfang der Wanderung ankam, nach einer Stunde, taten mir meine Fussgelenke weh, und ich dachte dass kann ja noch ein Spass werden wenn ich nun noch drei Tage laufen muss. Dies tat es dann auch, Spass und Schmerzen. Der Treck war eigentlich sehr schoen, und es hat auch zur Abwechslung einmal nicht geregnet. Nur haben sich meine Schmerzen mal kurz von den Fluessen in die Knie verschoben, was auch nicht sehr angenehm war. Nun ja, ich habs dann doch noch geschafft und auch genossen aber musste mir jetzt wohl eingestehen dass nach 17 Tagen laufen, dieses Kapitel wohl abgeschlossen ist.
Nur, ich hatte halt den Trip nach Stewart Island schon gebucht, und da hatte ich ja auch mal vor gehabt wandern zu gehen und wenn moeglich einem oder zwei Kiwis (die Tiere nicht die Menschen) ueber den Weg zu laufen. Aber damit ist jetzt nichts, meine Fuesse wollen nicht mehr und das Wetter ist auch nicht wirklich danach. Also sitze ich halt im gemuetlichen Hostel, lese Alan Duff und Irvine Welsh, esse Fisch (und Chips) und geniesse das Gefuehl auf einem fuer mich geographisch einzigartigen Fleck Erde zu sein!