Ich bin ja bekannt als ausgesprochener Wandervogel. Kaum ein Berg in der Schweiz denn ich noch nicht erklommen habe. Deshalb ist es ja auch nur naheliegend in Neuseeland, im Land der schoensten Nationalparks ein paar Tage wandern zu gehen. Der Tongariro Northern Circuit, eine viertages Wanderung stand auf dem Programm.
Tag Eins. Zuerst einmal gings darum sich an das Gewicht des Rucksacks zu gewoehnen, schliesslich mussten wir ja auch fuer vier Tage Essen dabei haben. Das Wetter stimmte und die Beine sind noch frisch und munter. Die erste Etappe haben wir dann auch schnell hinter uns gebracht und sind bereits nach ca. 4 ½ Stunden bei unserer Huette angekommen. Somit konnten wir den Rest des Nachmittags die wunderschoene Aussicht geniessen. Die anschliessende Nacht war dann ueberraschend kalt und ich habe einen grossen Teil davon frierend und hellwach verbracht. (Anmerkung fuer eine naechste Wanderung: Warme Kleider mitnehmen)
Tag Zwei. Da fuer diesen Tag das Wetter schlecht aussah, haben wir uns fuer eine kurze Strecke von drei Stunden entschieden und die Erklimung des Vulkans auf den naechsten Tag verschoben. Als wir uns dann schlussendlich aufmachten war es auch bereits Mittag und wir brachten die Strecke in zwei Stunden hinter uns, fluechtend vor dem Gewitter.
Tag Drei. Das Wetter war perfekt und wir sind um 8 Uhr morgens los. Zuerst ein grosses Stueck der Strecke zurueck um danach den Vulkan zu erklimmen (welcher uebrigens in Lord of the Rings auch irgendwo vorkommt) Auf dem Weg dorthin habe ich dummerweise meinen ersten Sturz hingelegt, welcher meine Rechte Hand fuer den Rest des Tages unbrauchbar machte. Nicht gerade optimal wenn man mit einer Hand klettern will, aber es ging auch so. Um ein Uhr waren wir auf dem Gipfel. Vierzig Minuten und drei Stuerze spaeter auch schon wieder unten. Wir machten uns dann auch gleich wieder auf zurueck zu unserer Huette um unser Gepaeck zu schnappen und zur naechsten Huette, drei Stunden entfernt zu laufen. Kurz gesagt, die letzten zwei Stunden unserer 10 Stunden Wanderung waren der reinste Horror fuer mich und ich habe wohl noch nie soviel vor mich hin geflucht. Die Hand und der Ruecken schmerzten von den Stuerzen und die Fuesse vom laufen. Als auch ich schlussendlich am Ziel ankam, waren die Schmerzen nachwievor da, die schlechte Laune jedoch schnell verflogen.
Tag Vier. Eigentlich warens dann nur noch 5 Stunden Weg. Jedoch mit meinen kaputten Fuessen und dem schmerzenden Ruecken war auch dies lange genug. Ich war sehr erleichtert als wir schlussendlich im Dorf ankamen. Leider jedoch nicht das Dorf wo auch unser Hostel war, nein, das war nochmals ein paar Kilometer entfernt. Aber da wir uns zumindest zurueck in der Zivilisation befanden, gabs auch Autos mit freundliche Fahrer, welche uns mitnahmen.
Die (Tor-)Tour hat sich auf jeden Fall gelohnt und ist jedem zu empfehlen. Nur die Stuerze wuerde ich das naechste mal weg lassen. Die Landschaften sind wunderschoen und absolut einzigartig. Wirklich totales Lord of the Rings Land!
Und wenn ich dann erst mal wieder normal laufen kann, und auch wieder Schuhe anziehen kann gehts auf die naechste Wanderung. Yay!
10 Sydney beaches and pools
10 years ago

Viel Glück und riesige Erlebnisse auch auf der nächsten Wanderung!
ReplyDeleteWandergrüsse!
Pap
Haha das tönt fett.. und so oft zu stürzen ist ja freiwillig :-P Würde mich auch gerade gerne bei der nächsten Wanderung anschliessen!
ReplyDeletePS: Da ihr wohl ziemlich im Gebirge wart hast du die Flutwelle wohl nicht gesehen, oder?
Gruss!
Die flutwelle habe ich dafuer umso mehr mitbekommen:-)
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